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Sauvian

 

die strasse der strände

Die Stadt Sauvian wurde auf dem Standort einer galloromanischen Villa (salinus) erbaut und zeigt noch heute zahreiche Spuren ihrer historischen Vergangenheit: das Schloss (in Privatbesitz) mit seinen Türmen aus dem 16. Jahrhundert, das mittelalterliche Tor mit Turmuhr, der Brunnen mit Obelisk aus dem Jahr 1664, der artesische Brunnen, das Waschhaus ... Ein wahrer Schatz des Kulturerbes, liebevoll gepflegt von der Gemeinde, deren Geschichte mit der karolingischen Neugestaltung des Marquisats Septimanie beginnt. Die Kirche Saint-Corneille und Saint-Cyprien - 15. und 16. Jahrhundert - besitzt im Untergeschoss eine antike Totenstadt. Seine Lage in der Ebene verschafft Sauvian ausgezeichnete Bedingungen für den Weinbau.  Ein Meilenstein, wie sie die antiken Römerstrassen säumten, bezeugt, das Sauvian von jeher ein Durchgangsort war.

 

Weinberge und Römerstrasse ...

Die Römerstrassen, von denen es bei Lunel noch einige Überreste zu sehen gibt, wurden für die Truppenbewegungen römischer Legionen gebaut. Die Via Domitia durchquert das Languedoc von Beaucaire im Département Gard bis Perthus in den Ost-Pyrénäen und ist wahrscheinlich die älteste Römerstrasse in Gallien. Ihr Verlauf wird überall von galloromanischen Villen gesäumt, auf deren Grund später dann viele der Dörfer in der Gegend um Béziers entstanden, so wie Sauvian.  Weinanbau wurde selbstverständlich entlang solcher Strecken, die sich schliesslich zu wichtigen Handelsstrassen entwickelten. Wenn die Zenturios der Legionen den Ruhestand erreichten, durften sie sich dort niederlassen, wo sie sich befanden, und so gründeten sie häufig Güter entlang dieser Strassen -  zumeist Weingüter. Diese "Villen" florierten und trugen zur Entwicklung des languedoc'schen Weinbaugebietes bei, das heute das grossflächigste der Welt ist.

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