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Der Canal du Midi

zEitloser Canal du Midi

Die Aufnahme auf die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO am 7. Dezember 1996 hat einem der ältesten noch in Betrieb stehenden Kanäle eine neue Seele gegeben, nun, da er ganz dem Tourismus gewidmet ist. Er wurde zur Zeit Ludwigs XIV. zwischen 1667 und 1681 gebaut. Bis zur Französischen Revolution hiess er Canal Royal. Er ist 240 Kilometer lang, zwischen 20 und 24 Meter breit und im Durchschnitt 2 Meter tief. Er zählt 69 Schleusen, und 350 Brücken überspannen ihn in seinem Lauf. Er wird vom Canal Latéral à la Garonne über 193 Kilometer bis zum Atlantik verlängert. Der Canal du Midi ist Staatseigentum und 350 Personen arbeiten ganzjährlich, um die Ruhe und die Sicherheit der Benutzer des Canal du Midi zu gewährleisten.    

 

 

 

Pierre-Paul RIQUET (1609-1680), Genie und Visionär. Der Steuereinnehmer für die Salzsteuer im Gebiet Languedoc, der in Béziers geboren worden war, hatte dieses Projekt seit seiner Kindheit im Kopf. Dank seines Privatvermögens machte er sich mit 58 Jahren an die Verwirklichung seines aussergewöhnlichen Bauvorhabens. Zuvor hatte er Colbert, den Verwaltungsdirektor der Finanzen Ludwigs XIV., davon überzeugen müssen. Auf Befehl des Königs war Riquet sowohl Ingenieur als auch Mitfinanzierer. Die Arbeiten wurden in drei Phasen zwischen Toulouse und dem Hafen von Cette (dem heutigen Sète) ausgeführt. 12 000 Männer und Frauen wurden für den Bau beschäftigt. Der Kanal wurde nach vierzehn Jahren geduldiger Schwerarbeit und technischen Einfallsreichtums fertiggestellt. Am 14. Mai 1681 fuhr das königliche Boot durch die 9 Schleusen von Fonseranes bei Béziers. Eine wahrhaft königliche Vorstellung wurde zur Feier des Tages gegeben, doch ohne Riquet, der wenige Monate zuvor verschieden war, ohne gesehen zu haben, wie das Wasser der Montagne Noire seinem Canal Royal Leben und Kraft spendeten.

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